Irish Whiskey aus der historischen Mühle: Gareth McAllister über Ahascragh
[Advertorial] Die Ahascragh Distillery im Westen Irlands verbindet traditionelle Whiskey-Herstellung mit einem nachhaltigen Produktionsansatz. In einer restaurierten Getreidemühle aus dem 19. Jahrhundert produzieren Gareth McAllister und seine Frau Michelle unter anderem Single Malt und Single Pot Still Spirit – ausschließlich mit erneuerbarer Energie. In Deutschland arbeitet Irlands erste „Zero Energy Emissions Distillery“ mit Irish Spirits von Mareike Spitzer zusammen.
Im Interview haben wir mit Gareth McAllister über die Destillerie, das „Zero Energy Emissions“-Konzept sowie die Whiskeys und Fassreifungen gesprochen.
Du hast Ahascragh gemeinsam mit Deiner Frau Michelle gegründet. Wie entstand die Idee für eine eigene Distillery und warum habt Ihr Euch für Ahascragh im Westen Irlands entschieden?
Gareth McAllister: Michelle und ich hatten schon immer den Wunsch, unsere Leidenschaft für irische Spirituosen in ein Familienunternehmen zu verwandeln. Wir lebten damals in Hongkong, als wir die alte Mühle zum ersten Mal online entdeckten. Für uns stand fest, dass die Heimat unserer Marke im Westen Irlands liegen sollte. Während einer Geschäftsreise nach Galway im Jahr 2018 machten wir deshalb einen Umweg, um uns die Mühle anzusehen.
Obwohl sie zu diesem Zeitpunkt seit fast 70 Jahren leer stand und völlig überwuchert war, erkannten wir sofort ihren Charakter und ihr Potenzial. Uns gefiel die Vorstellung ohnehin immer besser, ein bestehendes Gebäude zu restaurieren und einer neuen Nutzung zuzuführen, anstatt einen Neubau zu errichten.
Ahascragh gab uns die Möglichkeit, einen wichtigen Teil des Dorfes wieder zum Leben zu erwecken und gleichzeitig eine langfristige Heimat für unsere Spirituosenfamilie zu schaffen.
Was macht diesen Standort mit der restaurierten Getreidemühle für Euch besonders und welche Rolle spielt die lokale Gemeinschaft?
Gareth McAllister: Die Mühle ist ein denkmalgeschütztes Gebäude aus dem 19. Jahrhundert mit wunderschönem Mauerwerk und einer bemerkenswerten Industriegeschichte. Ursprünglich wurde sie mit Wasserkraft betrieben, und ihre beiden voneinander getrennten Gebäude eignen sich besonders gut für die Destillation. Durch die Restaurierung konnten wir dieses Erbe bewahren und gleichzeitig moderne Produktionstechnologie in das Gebäude integrieren.
Die lokale Gemeinschaft hat das Projekt von Anfang an unterstützt. Für viele Menschen war das Wichtigste, dass die alte Mühle überhaupt wieder genutzt wird. Darüber hinaus haben wir weitere zuvor leer stehende Gebäude im Dorf für Gastronomie, Abfüllung und Versand einer neuen Nutzung zugeführt. Unser Ziel ist es, Arbeitsplätze zu schaffen, Besucher anzuziehen und Ahascragh bekannter zu machen – und dabei Teil des Dorflebens zu bleiben, anstatt losgelöst davon zu agieren.
Ahascragh bezeichnet sich als Irlands erste „Zero Energy Emissions Distillery“. Was bedeutet das konkret und wie unterscheidet sich Eure Produktion von der einer anderen Whiskey-Destillerie?
Gareth McAllister: In der Praxis bedeutet „Zero Energy Emissions“, dass wir keine fossilen Brennstoffe oder Gas verbrennen, um die für die Destillation benötigte Energie bereitzustellen. Unsere Eco-Distillery wird ausschließlich mit erneuerbarem Strom betrieben, unter anderem aus Wind- und Solarenergie, kombiniert mit Hochtemperatur-Wärmepumpentechnologie.
Wir nutzen Wärmerückgewinnung und thermische Energiespeicher, um Energie aufzufangen und wiederzuverwenden, die in einer konventionellen Destillerie normalerweise verloren gehen würde. Das System kann Prozesstemperaturen von über 115 °C bereitstellen. Im Vergleich zu einer konventionell konzipierten Destillerie sollen durch diesen Ansatz jährlich etwa 1.690 Tonnen Scope-1- und Scope-2-CO₂-Emissionen vermieden werden.
Darüber hinaus überwachen und minimieren wir unseren Wasserverbrauch mithilfe eines automatisierten Clean-in-Place-Systems, nutzen Wasser aus unseren eigenen Brunnen und arbeiten daran, über das restaurierte Mühlrad auch Wasserkraft in unser Energiekonzept zu integrieren.
Welche Whiskey-Stile produziert Ihr in Ahascragh und welchen Charakter soll der eigene Ahascragh Whiskey haben, wenn die ersten Fässer ihre Reife erreicht haben?
Gareth McAllister: Wir produzieren in Ahascragh sowohl Single Malt als auch Single Pot Still Spirit. Unser Single Malt wird zweifach destilliert, unser Single Pot Still dreifach. Wo immer es möglich ist, verwenden wir lokale Gerste sowie Wasser aus unseren eigenen Brunnen. Unser Maischefiltersystem gibt uns zudem Flexibilität bei Mash Bills mit verschiedenen Getreidesorten und verbessert gleichzeitig die Trennung und Ausbeute.
Der erste Ahascragh Whiskey soll Anfang 2027 auf den Markt kommen.
Wir möchten, dass er eindeutig als Spirituose dieser Destillerie erkennbar ist: klar, charaktervoll und fruchtbetont, mit der Textur und Würze, die man von irischem Pot Still Whiskey erwartet, sowie der Eleganz eines sorgfältig hergestellten Malts. Unser Fokus auf den Kontakt mit Kupfer, eine präzise Destillation und ein durchdachtes Holzmanagement soll dafür sorgen, dass Destillat und Fass einander ergänzen, anstatt dass eines von beiden das andere dominiert.
Welche Produkte umfasst Euer Portfolio und was zeichnet sie aus?
Gareth McAllister: Unser Whiskey-Portfolio basiert auf der Family Bond Series. UAIS ist ein dreifacher Blend aus Pot Still, Single Malt und Grain Whiskeys, die in ehemaligen Bourbonfässern und Fässern aus neuer Eiche gereift sind. Er ist zugänglich, gleichzeitig aber vielschichtig, und auch bei der Gestaltung der Verpackung wurde auf Nachhaltigkeit geachtet.
Clan Colla ist unsere Super-Premium-Kollektion handverlesener, gereifter Abfüllungen. Dazu gehören Single Grains, Blends und Single Malts, die unter anderem in Fässern vorbelegt mit panamaischem Rum, Bordeaux, Oloroso Sherry, rauchigem Whiskey, Amarone oder Pedro Ximénez gefinisht oder gereift wurden. The Three Collas bietet wiederum einen zugänglichen Triple-Cask-Whiskey.
Außerdem produzieren wir in Ahascragh Xin Gin, für den wir europäische und asiatische Botanicals wie Zitrusfrüchte, Persimone, Dill und Zimt miteinander kombinieren. Mit Xin Gin 0.0 übertragen wir diesen geschmacksorientierten Ansatz auf die alkoholfreie Kategorie.
Der gemeinsame Nenner des gesamten Sortiments sind Qualität, ein unverwechselbarer Geschmack und Innovation, die in unserer Familiengeschichte verwurzelt ist.
Die Family Bond Series ist ein wichtiger Bestandteil Eures Portfolios. Nach welchen Kriterien wählt Ihr die Whiskeys und insbesondere die Fässer für Reifung und Finish aus?
Gareth McAllister: Am Anfang stehen für uns die Qualität und der Charakter des Spirits. Es muss etwas sein, das Michelle und ich selbst wirklich gerne trinken und das eine weitere Reifung oder ein Finish verträgt, ohne seine eigene Identität zu verlieren. Anschließend überlegen wir, was ein bestimmtes Fass beitragen kann: Frucht, Würze, Süße, Textur oder einen kontrastierenden Akzent wie eine dezente Rauchnote.
Wir wählen die Fässer nach unserem eigenen Geschmack und auf Grundlage der Erfahrungen aus, die wir auf unseren Reisen gesammelt haben.
Deshalb umfasst die Serie Finishes, die von panamaischem Rum und Bordeaux bis hin zu Oloroso, Pedro Ximénez und Amarone reichen.
Unser Ziel ist Balance und nicht Neuartigkeit um ihrer selbst willen. Wir verkosten die Whiskeys während der gesamten Reifung und füllen erst dann ab, wenn Spirit und Holz harmonisch zusammenspielen. Gleichzeitig liefert uns die Family Bond Series wertvolle Erfahrungen im Holzmanagement, die künftig auch in unsere eigenen, in Ahascragh destillierten Whiskeys einfließen werden.
Die jüngsten Neuzugänge sind der Clan Colla 13 Year Old Oloroso Cask Finish und The Three Collas Triple Cask Whiskey. Welche Idee steckt hinter diesen beiden Abfüllungen und wie unterscheiden sie sich geschmacklich?
Gareth McAllister: Der Clan Colla 13 Year Old wurde entwickelt, um zu zeigen, welche Tiefe eine großzügige Nachreifung in Oloroso-Sherryfässern einem gereiften irischen Blend verleihen kann. Die Malt und Grain Whiskeys reiften in ehemaligen Bourbonfässern und Oloroso Sherry Butts, wodurch ein reichhaltiges, aber ausgewogenes Profil entstand.
In der Nase zeigen sich Apfel und Orange, geröstete Eiche, Honig und Sahne. Am Gaumen kommen cremige Süße, Zitrusnoten, Sherry, Früchte, Nüsse, Karamell und Aprikose hinzu, gefolgt von einem tiefen, wärmenden Finish.
The Three Collas Triple Cask wurde dagegen als zugänglicherer Einstieg in die Clan-Colla-Familie entwickelt. Er reift in ehemaligen Bourbon-, Sherry- und neuen Eichenfässern und präsentiert sich weich und ausgewogen mit Vanille, Obst, dezenter Würze und frischer Eiche.
Der 13 Year Old ist reichhaltiger, reifer und stärker vom Sherry geprägt, während The Three Collas leichter und vielseitiger ist und für den unkomplizierten Genuss gedacht ist.
Wenn wir ein paar Jahre in die Zukunft schauen: Wie wird sich das Portfolio Deiner Meinung nach entwickeln, sobald immer mehr in Ahascragh destillierter Whiskey verfügbar ist?
Gareth McAllister: Sobald größere Mengen unseres eigenen Whiskeys ihre Reife erreichen, werden die in Ahascragh destillierten Spirits nach und nach zum Mittelpunkt unseres Portfolios werden. Die Family Bond Series wird weiterhin wichtig bleiben, weil sie unseren Ansatz bei Auswahl, Blending und Cask Finishing zum Ausdruck bringt.
Unsere eigenen Single Malt und Single Pot Still Whiskeys werden der Destillerie jedoch eine wirklich individuelle Handschrift verleihen.
Wir gehen davon aus, dass wir ein Kernsortiment entwickeln werden, ergänzt durch kleinere Abfüllungen, mit denen wir unterschiedliche Mash Bills, Fasstypen und Reifungsmethoden erkunden können. Der lokale Bezug wird dabei eine zentrale Rolle spielen – durch unser Wasser, nach Möglichkeit lokal angebaute Getreidesorten, die Produktion in Ahascragh und die Reifung im Westen Irlands.
Unser Ziel ist es nicht, um des Wachstums willen zu expandieren, sondern ein schlüssiges Premium-Portfolio aufzubauen, in dem jede Abfüllung einen klaren Zweck erfüllt und sowohl die Qualität unseres Spirits als auch die Möglichkeiten einer nachhaltigen Destillation zeigt.
In Deutschland arbeitet Ihr mit Irish Spirits zusammen. Warum habt Ihr Euch für dieses Unternehmen als Vertriebspartner entschieden und welche Bedeutung hat der deutsche Markt für Ahascragh?
Gareth McAllister: Irish Spirits verfügt über spezialisiertes Wissen im Bereich Irish Whiskey und hat einen etablierten Zugang zu deutschen Whiskey-Enthusiasten, Fachhändlern, Gastronomiekunden und Online-Konsumenten. Diese Kombination aus Kategoriekompetenz und Marktzugang machte das Unternehmen für uns zu einem naheliegenden Partner.
Deutschland ist für uns ein wichtiger Markt, weil die Konsumenten hier Qualität, Herkunft und Altersangaben besonders zu schätzen wissen und gleichzeitig das Interesse an Premium Irish Whiskey weiter wächst.
Wir sehen außerdem eine große Übereinstimmung zwischen den Interessen deutscher Konsumenten und unserer Nachhaltigkeitsgeschichte: Die Menschen möchten zunehmend nicht nur wissen, wie eine Spirituose schmeckt, sondern auch, wie und wo sie hergestellt wurde.
Die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Partner ermöglicht es uns, die Details hinter unseren Whiskeys, der restaurierten Mühle und unserem Zero-Energy-Emissions-Produktionsmodell zu vermitteln, anstatt Ahascragh einfach nur als eine weitere importierte Marke zu positionieren.
Welche gemeinsamen Ziele verfolgt Ihr mit Irish Spirits in Deutschland und wo möchtet Ihr Ahascragh in den kommenden Jahren auf dem deutschen Markt positionieren?
Gareth McAllister: Unser gemeinsames Ziel ist es, Ahascragh in Deutschland sorgfältig und nachhaltig aufzubauen – gemeinsam mit den richtigen Fachhändlern, Whiskey-Bars, Restaurants und hochwertigen Online-Kanälen.
Kurzfristig möchten wir mehr Konsumenten über Tastings, Wissensvermittlung und starke Beziehungen zum Handel mit UAIS, Clan Colla und The Three Collas vertraut machen.
In den kommenden Jahren soll Ahascragh als eigenständiges Premium-Haus für Irish Whiskey wahrgenommen werden: unabhängig und von einer Familie gegründet, glaubwürdig in seinem Nachhaltigkeitsansatz, experimentierfreudig bei der Fassauswahl und kompromisslos bei der Qualität der Whiskeys.
Die Markteinführung unseres eigenen, in Ahascragh destillierten Whiskeys wird dabei ein wichtiges neues Kapitel darstellen. Irish Spirits wird uns dabei helfen, schon jetzt das Fundament dafür zu schaffen, so dass es zum Zeitpunkt dieser Markteinführungen bereits ein informiertes und engagiertes Publikum in Deutschland gibt.
Zum Abschluss: Welchen Eurer Whiskeys trinkst Du persönlich am liebsten und warum?
Gareth McAllister: Mein persönlicher Favorit ist der Clan Colla 11 Year Old Blend. Er reift in ehemaligen Bourbon-, Oloroso-Sherry- und Peated-Casks, und ich finde, dass er eine hervorragende Balance zwischen Fülle, Frucht, Würze und einem dezenten Rauchcharakter erreicht.
Er ist komplex genug, dass man bei jeder Verkostung etwas Neues entdecken kann, bleibt dabei aber sehr zugänglich. Besonders stolz bin ich darauf, wie die Einflüsse der drei verschiedenen Fasstypen zusammenspielen, ohne dass einer davon den Whiskey dominiert.
Ahascragh | Website | Instagram | Facebook | LinkedIn
Irish Spirits | Website | Instagram | Facebook | LinkedIn
+++ Wir bedanken uns bei Gareth McAllister für das offene und sehr interessante Interview! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt! +++


























