Cider im Trend: Michael Stöckl über Apfelwein und die Cider World in Frankfurt
[Advertorial] Cider ist weit mehr als nur Apfelwein – er ist kulturelles Erbe, handwerkliche Leidenschaft und internationales Trendsegment zugleich. Kaum jemand in Deutschland steht so sehr für diese Entwicklung wie Michael Stöckl. Der Apfelweinsommelier begleitet die Branche seit den 1990er-Jahren und hat als Co-Founder mit der Cider World in Frankfurt eine internationale Leitmesse geschaffen, die Produzenten, Fachbesucher und Cider-Enthusiasten aus aller Welt zusammenbringt.
Wir haben mit Michael Stöckl im Interview gesprochen – über die Faszination Cider, die Position Deutschlands im internationalen Vergleich und die Entwicklung des Segments. Außerdem verrät er, warum die Cider World heute weit mehr ist als eine Messe: nämlich zentraler Branchentreff, Innovationsplattform und Impulsgeber für die Zukunft des Segments.
Michael, stell Dich bitte kurz vor: Wer bist Du, was machst Du – und seit wann begleitet Dich das Thema Apfelwein bzw. Cider schon?
Michael Stöckl: Ich bin Hotelbetriebswirt, seit 2001 geprüfter Sommelier und habe durch meine gastronomische Laufbahn die Entwicklung beim hessischen Apfelwein seit Anfang der 1990er Jahre begleitet. Seit 2001 bin ich als Apfelweinsommelier bekannt, diesen Titel hat mir die Deutsche Presseagentur verliehen.
Seit den frühen 2000er Jahren bin ich auch international in Sachen Cider, Cidre, Sidra und Co. in der Welt unterwegs und habe als Co-Founder 2009 die erste Frankfurter Apfelweinmesse veranstaltet, die seit 2017 Cider World heißt.

Was macht Cider für Dich so spannend und besonders?
Michael Stöckl: Erstens finde ich Cider spannend, weil es eine unglaubliche Vielfalt an Stilistiken, Herkünften und Herstellungsmethoden sowie eine nicht zu zählende Anzahl an Apfelsorten gibt, aus denen man die Produkte herstellen kann. Beim Cider ist man eben nicht auf bestimmte Rebsorten einer Region festgelegt, sondern kann alles verwenden, was auf Apfelbäumen wächst und zum Apfelweinmachen taugt.
Auch spannend: Cider kommt mit weniger Alkohol aus als Rebenwein und ist damit ideal für moderne Trinkgewohnheiten geeignet. Er funktioniert als leichter Begleiter beim Lunch ebenso wie im Gourmetmenü. Nicht zuletzt stammen die Äpfel für handwerklich hergestellte Ciders vornehmlich aus Streuobst- oder ähnlichen Anbaumethoden, was die Produkte nachhaltig macht.
Wie ist das Segment in Deutschland momentan aufgestellt? Wo stehen wir im internationalen Vergleich und wie schätzt Du die Entwicklung ein?
Michael Stöckl: Das Segment Apfelwein, Cider, Cidre wächst, auch wenn es in einer Nische stattfindet. Hier haben wir also im Vergleich zu anderen alkoholischen Getränken eine stabile Entwicklung, was sicherlich auch der Tatsache geschuldet ist, dass Fruchtweine im Trend liegen.
Im europäischen Kontext rangiert Deutschland mit England, Spanien und Frankreich auf den vorderen Plätzen, wobei Großbritannien mit großem Abstand den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch von Wein aus Äpfeln verzeichnet. Diese Popularität werden wir hierzulande nie erreichen, daran ändert auch das leichte Wachstum nichts.
Eine spannende Entwicklung ist in europäischen Ländern wie Polen, den Balkanstaaten oder dem Baltikum zu beobachten, die bisher keine Tradition der Apfelwein- oder Ciderproduktion hatten. Auch in den Niederlanden, Norwegen und Finnland führen kleine handwerkliche Betriebe ihre Apfelproduktion durch Herstellung von Cider einer besseren Wertschöpfung zu.
Einmal im Jahr trifft sich die Apfelweinwelt zur Cider World – 2026 zum 18. Mal. Wie ist die Weltleitmesse damals entstanden und wie hat sie über die Jahre entwickelt?
Michael Stöckl: Ab Mitte der 2000er Jahre haben sich meine Berührungspunkte mit internationalen Cider-Spezialitäten multipliziert. Bei einer Reise zur Eisapfelernte in Quebec 2007 kam ich schließlich auf die Idee, diese verrückten Produkte im Herzen von Europa, nämlich der Apfelweinhauptstadt Frankfurt am Main, zu präsentieren. Ab da war ich mit dem Virus Apfelweinmesse infiziert und konnte sie 2009 dann zum ersten Mal mitveranstalten.
Im Laufe der Jahre wurde das Event immer internationaler, was darin gipfelte, dass ich mit meiner Geschäftspartnerin Christine Isensee-Kiesau 2017 die Marke Cider World ins Leben rief. Sie hat sich inzwischen nicht nur zur Weltleitmesse in Sachen Apfelwein entwickelt, sondern ist mit Cider World Award, Cider World Forum und die Cider World Academy auch der wichtigste Branchentreff der internationalen Ciderszene und dient der Vernetzung, Weiterentwicklung und dem Austausch.
Was bietet das Event den Besuchern? Warum ist es ein Muss für die Branche?
Michael Stöckl: Auf der Cider World können nicht nur Fachbesucher und interessierte Endverbraucher die neuesten Produkte aus dem Segment verkosten und auch kaufen, sondern sie ist eine Möglichkeit für Produzenten, um sich auszutauschen und in höchstpersönlichen Kontakt mit ihren Kunden zu treten.

Michael Stöckl, Managing Direktor der Cider World, und Christine Isensee-Kiesau, Mitveranstalterin der Messe
Blicken wir auf die diesjährige Ausgabe. Kannst Du uns ein paar Daten, Zahlen und Fakten nennen?
Michael Stöckl: Für die Cider World 2026 erwarten wir wieder 12 bis 15 verschiedene Cidernationen, der Ticketvorverkauf läuft mindestens genauso stark wie vergangenes Jahr. Ganz besonders hervorheben möchte ich den Ehrengast des Jahres, das Baskenland. Es hat eine der ältesten Apfelweintraditionen der Welt, den Sagardoa. Ich persönlich finde diese Region unglaublich spannend, weil sie eben nicht nur Tradition bietet, sondern innerhalb dieses klassischen Kontexts auch unheimlich innovativ ist.
Es gibt einige Partner, wer gehört dazu und wie sieht die jeweilige Partnerschaft aus?
Michael Stöckl: Ein besonders wichtiger Partner ist die Hochschule Geisenheim, die uns beim Cider World Award unterstützt, indem sie alle eingereichten Produkte in ihrem Labor analysiert und damit die Professionalisierung der Branche vorantreibt. Das gilt auch in Hinblick auf die Cider Academy, die Quereinsteiger oder kleinere Keltereien mit der Weiterbildung zum Cider Expert unterstützt.
Andere wichtige Partner sind für uns Fachmagazine, die Experten in die Jury für den Cider World Award entsenden. Hier besteht zu unserer großen Freude reges Interesse daran, am für die Weinwelt exotischen Segment Cider teilzuhaben. Und natürlich ist auch jede und jeder unserer Jurorinnen und Juroren ein wichtiger Botschafter, der die Kunde der Weltleitmesse in seine oder ihre jeweilige Heimat trägt.
Die Messe teilt sich auf in Award, Expo und Forum. Wie sieht das Programm aus?
Michael Stöckl: Den Auftakt der Cider World bildet am 16. April der Abend des Ehrengastes. Hier wird der Txotx, die traditionelle baskische Kellerprobe, in einem Frankfurter Restaurant zelebriert.
Am 17. April startet das Programm dann mit dem Cider World Forum, das es seit 2025 gibt. Hier haben Produzenten und interessierte Besucher die Möglichkeit, sich im Rahmen von fünf intensiven Fachvorträgen über verschiedene Themen zu informieren. Darauf folgt die Cider World Preview, bei der die zum Award nominierten Produkte kurz vor der Verleihung verkostet werden können. In der anschließenden Award-Zeremonie werden die Cider World Medals verliehen, außerdem erhält eine Persönlichkeit den Cider Star of the Year für besondere Verdienste um die Branche.
Am 18. April gipfelt die Cider World in der Cider World Expo, die im Gesellschaftshaus des Frankfurter Palmengartens stattfindet. Während der Expo können alle Produkte der vielen Ausstellenden verkostet und geordert werden. Besonderes Highlight ist die Masterclass von „Ciderologist“ Gabe Cook aus England, in deren Rahmen die Top-Produkte der Veranstaltung in einem besonderen Setting präsentiert werden.
Über die Messe hinaus spielt das Thema Cider World Academy eine wichtige Rolle. Was verbirgt sich dahinter?
Michael Stöckl: Die Cider World in Frankfurt hat unter anderem das Ziel, die Professionalisierung der Branche voranzutreiben. Als logische Konsequenz aus den Erfahrungen der ersten Cider World Awards ist so die Cider Academy entstanden. Sie ermöglicht kleinen Betrieben ohne großen zeitlichen und finanziellen Aufwand eine Weiterbildung zum so genannten Cider Expert. Wir freuen uns sehr über die immense Nachfrage nach diesem Kurs, der 2027 das nächste Mal stattfindet und die Themenblöcke rechtliche Grundlagen, Herstellung, Weiterverarbeitung sowie Sensorik und Marketing behandelt.

Der prämierte Cider-Experte Gabe Cook, auch bekannt als „The Ciderologist“, bei einer Masterclass
Im Juni ist die Cider World „on Tour“. Wo geht’s hin, was steht dort an? Kann man sich noch anmelden?
Michael Stöckl: Wir veranstalten eine Fachreise in das Apfelland Steiermark. Das südliche Bundesland Österreichs war 2025 Ehrengast der Cider World und lädt Interessierte ein, Herkunft, Produktion und kulinarische Besonderheiten der Region zu erleben. Wer schnell ist, kann noch einen der letzten Plätze buchen.
Blick in die Zukunft der Cider World: Was sind Deine kurz- und langfristigen Pläne und Ziele mit der Messe?
Michael Stöckl: Ich sehe die Cider World ebenso als Branchentreff wie als Marktplatz. Deshalb ist es mir extrem wichtig, das Cider World Forum als besonderen Bestandteil der Veranstaltung weiterzuentwickeln und so den Austausch und das Netzwerken unter den Produzenten intensiver zu fördern. Ganz generell ist es mir ein Herzensanliegen, über die Cider World Expo immer mehr Fachleute und Konsumenten für die faszinierende Welt des Ciders zu begeistern.
Alle Infos zur Cider World, Academy und Cider World on Tour finden sich unter www.cider-world.de/ciderworld-frankfurt.
Cider World | Website | Instagram | Facebook | LinkedIn
++ Wir bedanken uns bei Michael Stöckl für das offene und sehr interessante Interview! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt! +++
























