Teaser BWC 2017

BEMBEL-WITH-CARE feiert 10. Geburtstag: Auf einen Apfelwein mit Gründer Benedikt Kuhn

2007 entstand aus einem Studienprojekt von Benedikt Kuhn die Marke BEMBEL-WITH-CARE®. Heute – zehn Jahre später – hat sich das Projekt zu einer der führenden Apfelweinmarken Deutschlands entwickelt und ist auch international erfolgreich. Das Portfolio ist über die Jahre gewachsen und zählt mittlerweile neun Produkte – vom klassischen Apfelwein-Pur über Apfelwein-Cola und -Kirsche bis hin zu Glüh-Apfelwein. Neben der Qualität der Produkte ist vor allem das markante Design ein Garant für den Erfolg der jungen Marke.

Zum 10. Geburtstag sprach about-drinks mit Benedikt Kuhn, dem Gründer und Inhaber von BWC, über die Entwicklung der Marke, das aktuelle Portfolio sowie die Pläne für das nächste Jahr.

Herr Kuhn, Ihre Marke BEMBEL-WITH-CARE feiert in diesem Jahr ihren 10. Geburtstag. Wie fing damals alles an?
Benedikt Kuhn: Tatsächlich hat alles mit einem Projekt während meiner Studienzeit angefangen. Wir hatten die Aufgabe, ein „totes“ Produkt mithilfe eines geeigneten grafischen Vermarktungskonzeptes wiederzubeleben. Und ich habe mich damals für mein Lieblingsgetränk, den Apfelwein, entschieden. Denn die Vermarktung – speziell das Verpackungsdesign – war in der Regel ziemlich gruselig und es wurde so wenig Apfelwein getrunken, wie noch nie. Sie haben bestimmt schon einmal die braunen 1-Literflaschen mit Aquarellbildchen gesehen, in denen Apfelwein auch heute häufig noch verkauft wird. Das ist weder cool, noch modern und definitiv nichts, mit dem sich jüngere Menschen identifizieren können.

Damals gab es Apfelwein ausschließlich in diesen Flaschen. Die Produkte selbst waren ja oft sehr gut, aber keiner wollte sie probieren. Vor zehn Jahren waren Biermischgetränke und Alkopops in Mode, und Hersteller von Energydrinks haben gezeigt, dass Verpackungen ein ganz entscheidender Lifestyle-Faktor sind. Dagegen sah Apfelwein einfach nur blass aus. Diese Lücke zwischen Vermarktung und Produktqualität wollte ich schließen, damit auch wieder jüngere Leute zum Apfelwein greifen – und vor allem, damit dieses tolle Traditionsgetränk nicht irgendwann komplett vergessen wird.

Mit wie vielen Produkten sind Sie gestartet? Wie viele umfasst das Portfolio aktuell?
Benedikt Kuhn: Genau genommen gab es am Anfang noch gar kein Produkt. Zuerst gab es die Marke, das Logo und dann ein paar Merchandise-Artikel, wie T-Shirts, Bembel und Gläser. Aber ich habe schnell gemerkt, dass diese Geschichte Potenzial hat. Der Apfelwein selbst kam erst 2008, als ich mit der Traditionskelterei Krämer den perfekten Partner gefunden hatte. Denn was ich wollte, war ein milder und naturbelassener Apfelwein aus Streuobst – also aus den alten Apfelsorten, wie sie bei uns im Odenwald wachsen. Außerdem haben wir ein bisschen Kohlensäure hinzugefügt, um den Apfelwein spritziger und frischer zu machen. Vom Trinkgefühl sollte es eher in Richtung Apfelschorle gehen.

Erst als Geschmack und Qualität perfekt waren, haben wir die ersten 5-Liter-Fässer auf den Markt gebracht. Die eigentliche Weltneuheit, also der Apfelwein in den matten Halbliter-Dosen, kam dann 2009. 2013 haben wir zusätzlich unseren exklusiven Schaumwein entwickelt, der unseren hohen Qualitätsanspruch noch einmal sehr schön unterstreicht. Speziell für den russischen Markt bieten wir seit 2014 „Apfelwein-Traditionell“ und „Glüh-Apfelwein“ an. Und seit diesem Jahr kooperieren wir mit der Eismanufaktur Monteleone, mit der wir das erste Apfelwein-Sorbet für den deutschen Handel in vier Sorten auf den Markt gebracht haben.

Wie hat sich die Marke über die Jahre entwickelt? Was waren die „Meilensteine“!
Benedikt Kuhn: Ich denke, was uns auszeichnet ist, dass wir schon immer auf eine „gesunde“ Art und Weise gewachsen sind, also kontinuierlich und gleichmäßig. Wir haben sehr bescheiden im Apfelweinkerngebiet im hessischen Odenwald angefangen, haben erste lokale Vertriebsstrukturen aufgebaut und die Marke in der Region bekannter gemacht. Dabei haben wir Apfelwein wieder partytauglich gemacht, das war tatsächlich sehr entscheidend. Es war auf einmal angesagt, Apfelwein zu trinken. Rückblickend war natürlich auch sehr wichtig, dass wir unsere so gewonnen Fans von Anfang an stark eingebunden haben. Facebook war und ist unsere zentrale Kommunikationsplattform. Hier tauschen wir uns aus, und unsere Fans tragen mit ihren Kommentaren und ihren kreativen Aktionen entscheidend dazu bei, dass in der Marke so viel Leben steckt.

Können Sie ein paar Beispiele nennen?
Benedikt Kuhn: Mittlerweile ist unser deutsches Vertriebsnetz ja ziemlich gut ausgebaut, aber noch vor fünf Jahren sah das anders aus. Viele Fans haben uns damals aktiv unterstützt – vor allem unsere geliebten „Exil-Hessen“. Sie haben unseren Apfelwein gleich palettenweise mit nach München, Hamburg oder Berlin genommen und ihn quasi aus ihrem Wohnzimmer heraus an Freunde verkauft. Andere haben Händler ganz gezielt angeschrieben und unsere Produkte in ihrer neuen Wohngegend angefordert. So ein Support ist natürlich unbezahlbar. Wir haben in der Zwischenzeit unsere Hausaufgaben gemacht, haben unser Team Schritt für Schritt vergrößert, unser Händlernetz ausgebaut, erste Erfahrungen im Bereich Export gesammelt und ein paar neue Sorten auf den Markt gebracht. Heute sind wir in nahezu allen Regionen erhältlich, denn große Partner wie Real haben uns deutschlandweit gelistet. So kommen wir insgesamt auf mehr als 3500 Verkaufsstellen. Auch international tut sich etwas, aktuell exportieren wir in neun Länder. Und das mit gerade einmal zehn Leuten, wir sind also immer noch ein ziemlich kleines Team.

Mit welchen Problemen hatten Sie während der zehn Jahre zu kämpfen?
Benedikt Kuhn: Natürlich gab es viele unternehmerische Hürden zu nehmen, aber ich denke, das ist normal und da muss man eben durch. Was speziell beim Apfelwein herausfordernd ist, ist das ihn immer noch viele Menschen als regionale Erscheinung betrachten. Fast so, als könne man Apfelwein nur in Hessen trinken. Wir haben über die Jahre gezeigt, dass guter Apfelwein überall schmeckt. Und wir haben das Image des Apfelweins verändert, das war sehr wichtig. Denn bei Apfelwein haben speziell viele ältere Menschen automatisch Bilder von Heinz Schenk und rustikaler Gemütlichkeit im Kopf – das Produkt ist einfach stark vorbelastet. Die neue Generation Apfelwein-Fans denkt an Spaß, an Musik-Festivals, an coole Designer-Dosen und an eine kreative Community, die Apfelwein als modernes Getränk mit einer langen Tradition feiert.

Welche waren Ihrer Meinung nach die Hauptgründe, dass BWC sich am Markt gehalten und etabliert hat?
Benedikt Kuhn: Ich bin davon überzeugt, dass unser Design der wichtigste Erfolgsfaktor ist. Es ist der Türöffner zum Verbraucher, aber auch zum Handel. Das Branding ist attraktiv und universell verständlich; und deswegen funktioniert es auch regionen-, länder- und sogar kontinentübergreifend. Für langfristigen Erfolg ist dann eher das Produkt selbst verantwortlich: der Geschmack und die hohe Qualität unseres Apfelweins, der keine Aromen- oder sonstige Zusätze enthält. Jetzt ganz aktuell haben wir die Ergebnisse der DLG-Qualitätsprüfung 2017 für unseren Apfelschaumwein und unseren Apfelwein erhalten, die das noch einmal unterstreichen: Beide Produkte haben überdurchschnittlich gut abgeschnitten und eine Prämierung in Gold sowie in Silber erhalten.

Dazu kommt aber auch unsere Philosophie, immer wieder neue Wege zu gehen: Apfelwein in Dosen, vegane Herstellung oder unser Apfelwein-Sorbet – diese Beispiele zeigen, dass wir gerne die Ersten sind, und dass wir Dinge einfach anders machen. Und ganz wichtig: Wir sind authentisch, konsequent und kompromisslos – immer und überall. Auch das schätzen die Leute. Denn je komplexer und vernetzter unsere Welt wird, desto stärker entwickeln wir alle auch wieder ein Bedürfnis nach Klarheit und Glaubwürdigkeit. Begriffe wie Regionalität und Heimat haben heute wieder einen ganz anderen Stellenwert als noch vor 20 Jahren – gerade auch bei jüngeren Leuten. Deshalb versuchen aktuell so viele Unternehmen sich mit einer authentischen „back to the roots“ Geschichte zu positionieren. Wir müssen uns zum Glück nichts überstülpen, sondern leben diesen Ansatz seit dem ersten Tag. Apfelwein ist im Odenwald schon seit vielen Jahrhunderten zu Hause, und diese Tradition setzen wir fort. Nur eben auf eine zeitgemäße Art und Weise.

Wie wird der 10. Geburtstag gefeiert? Gibt es bestimmte Aktionen?
Benedikt Kuhn: Wir haben keine großen Aktionen geplant. Aber da unsere Kelterei nächstes Jahr 90 wird, werden wir wohl zusammen das 100-jährige feiern.

Wie sehen die weiteren Pläne für die Zukunft aus? Gibt es bestimmte Dinge, die Sie kurz- oder langfristig umsetzen wollen?
Benedikt Kuhn: Wir möchten unseren Weg konsequent weitergehen. In Deutschland geht es uns hauptsächlich darum, unsere Abdeckung weiter zu verbessern. Das Gleiche gilt für die Export-Regionen, in den wir schon vertreten sind. Außerdem werden wir versuchen, neue Länder zu erobern. Das positive Feedback, dass wir momentan von den Händlern und Verbrauchern im Ausland erhalten, beflügelt uns enorm. Außerdem haben wir mit unseren Produkten in den letzten Wochen wieder viele Preise erhalten, die die hohe Qualität unserer Produkte im internationalen Vergleich unterstreichen. In den USA haben wir im November mit unserem Apfelwein-Kirsch den ersten Platz in einem internationalen Getränke-Wettbewerb belegt. In Spanien haben wir beim internationalen Cider-Wettbewerb gleich fünf Preise gewonnen. Ich bin davon überzeugt, dass sich Qualität langfristig durchsetzen wird – egal in welchem Land. Deshalb sage ich auch, dass unser Apfelwein keine regionalen Grenzen kennt. Die Grenze verläuft nur im Kopf und wir sind weltoffen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Vergleich 2007 – 2017
Mitarbeiter: 2 – 10
Produkte im Portfolio: 0 – 9 (4 Dosen, Schaumwein, 5-l-Fass, 30- und 50-l-Keg, 30-l-Einweg-Keg)
Verkaufte Dosen/Flaschen: 0 – 10 Mio. Dosen
Marktanteil: 0% – ca. 10%

BEMBEL-WITH-CARE | bembel-with-care.de | facebook.com/bembel.with.care

[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_cta_button2 style=“rounded“ txt_align=“left“ title=“Text auf der Schaltfläche“ btn_style=“rounded“ color=“blue“ size=“md“ position=“right“]Wir bedanken uns bei Benedikt Kuhn für das offene und sehr interessante Interview und wünschen BEMBEL-WITH-CARE weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt![/vc_cta_button2][/vc_column][/vc_row]

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